Die Artemisia soll gegen Malaria wirksam sein.
Wir haben am Fuße des Kilimandscharo eine Aufzucht mit dieser
Pflanze gesehen.
Wer kann nähere Angaben zu Artemisia machen?
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Die Artemisia soll gegen Malaria wirksam sein.
Wir haben am Fuße des Kilimandscharo eine Aufzucht mit dieser
Pflanze gesehen.
Wer kann nähere Angaben zu Artemisia machen?
...Kenia, genau hier am Diani-Beach, hatte kaum Opfer zu beklagen. Denn hier funktionierte das Informationssystem gut, so dass die meisten Leute
in der Gefahrenzone rechtzeitig gewarnt wurden. Die Welle brauchte ja auch einige Stunden, um den gesamten Ozean zu überqueren…
Robert reißt mich aus diesen betrüblichen Gedanken: „He, guck doch mal! So schöne Muscheln und sogar einige Maasai! …“
Hm, oh, jaaa! Auch Kamele werben um Kundschaft. Also ist es doch wahr, dass die Sahara weiter südlich neue Ausbreitungsgebiete sucht?
Zahlreiche Polizisten bewachen die paar Ausländer am Strand... oder ist es eher umgekehrt? Eine Unwetterfront nähert sich zusehends. …also nichts wie weg von hier, einfach durch ein Ferienobjekt hindurch bis auf die Hauptstraße, um nach wenigen Metern bei einer alten deutschen Bekannten Schutz zu suchen. Die Außentür ist offen, auch die Tür eines der mehreren Häuser auf dem riesigen Grundstück. Doch von unserer Bekannten, der Gertrude, und ihren Bediensteten fehlt jede Spur. Gerade noch zur rechten Zeit finden wir einen regensicheren Unterschlupf, bevor es „Hunde und Katzen“ herunterprasselt.
Im Sundowner treffen wir eine ältere, aber aufgetakelte Deutsche, bei der zumindest äußerlich die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Ihre modische Safari-Uniform hat sie geschickt um ihren tadellos schlank gehaltenen Körper drapiert. Nur einige Fältchen in ihrem Gesicht zeigen deutliche Spuren von dem, was sie bisher schon alles durchgemacht haben muss. Ihren derzeitigen Lebensabschnitt erfahren wir dann auch sofort: Sie beklagt ihr Leid über die Gertrude, bei der sie wohnt. Es bestätigt sich auch später strandweit, dass Gertrude irgendwelche Versprechungen von kostenlosen Touren, Safaris oder Übernachtungen und Partys abgibt. Doch zuletzt präsentiert sie ihren „Opfern“ jeweils die knallharte Rechnung. So steht nun auch diese Deutsche, namens Anna, auf dem Trockenen. Kaum ein heiß geliebtes kaltes Bierchen mehr, nur noch vegetarische Afrikanerkost, weniger Zigaretten - wegen dieser "Lügnerin". Unser barmherziger Richard kümmert sich um die friedliche Beilegung der Zwistigkeit zwischen den zwei ihm gegenüber wesentlich älteren Damen deutscher Nationalität, sucht für sie das sonst gewohnte Essen in einem gehobenen Restaurant aus und chauffiert sie obendrein sogar höchstpersönlich zum Flughafen. Anna verspricht die sofortige Überweisung per Swift aus deutschen Landen. Leider kann unser armer Richard bis heute noch nichts dergleichen verbuchen.
Um unsere rastlose Bekannte, Frau Früchtlein, zu besuchen, müssen wir zahlreiche Straßenstände mit allem möglichen Plunder und Nicht-Plunder passieren. So verfallen wir den schönen, treuherzigen Augen und der redegewandten deutschsprachigen Zunge eines Rasta-Mannes. Leichtes Spiel für ihn: Einigen Kitsch verkauft er uns zum doppelten Preis, weil er ja auch noch seine arme Familie versorgen müsse.
Des Weges einher kommt eine charmante Erscheinung mit einem Dollar in der Hand. Diesen will er unbedingt loswerden, gegen Schillinge, versteht sich. Doch gerade wir scheinen das nicht verstehen zu wollen. Bei Mrs. Rastlos´ Staff-Lady (in Deutsch ausgesprochen: "Schtafflädie", bedeutet Mitarbeiterin) am Tresen fällt die Entscheidung. Sie will nicht tauschen, gibt uns aber die "Erlaubnis" zum Tausch auf unsere Kappe. Wir sind so hilfsbereit und schicken unseren „One-Dollar-man“ gleich mal zum benachbarten großen Hotel "Neptun“, wo regulär getauscht werden kann.
Es graut der Morgen, mir auch. Sch… Schlepperei aber auch, unten am Plumpsklo ist auch kein Wasser. Dabei will man ganz fix mal das G‘schäfterl machen und duschen. Ganz praktische Einrichtung da, falls Wasser läuft:
Mann oder Frau drehe hinter unserem Haus ein kleines Knöpfchen an der Wasserleitung. Zack, läuft ein Wasserstrahl hindurch über eine Overhead-Leitung direkt in die sogenannte Dusche.
Wenn man den Hahn an der Außenwand von Klo und Dusche aufdreht, kommt das Wasser dort heraus. Folge: Das Wasser in der Dusche wird knapper. Im Duschräumchen ist das Klo so angeordnet, dass das Wasser aus der Dusche abläuft direkt zwischen die Füße hindurch ins Klo, perfekte Spülung. Dabei spritzt das Wasser beträchtlich auch nach oben, also von da schon mal eine Voreinweichung für die nun folgende Ganzkörperreinigung.
Das Abtrocknen erübrigt sich, weil die Dusche von innen nicht bedienbar ist und weiterläuft, bis der Betreffende das Knöpfchen außen zurückdreht. Die Leute hier sind schon ganz erfinderisch!
Doch an diesem Morgen läuft „jemand“ enttäuscht wieder nach oben. Oh, als dann Wasser aus dem anderen Wasserhahn gegenüber auf dem Hof schießt, ist dies das Startzeichen für diese wasserhungrige „Jemand-iene“. Doch dieses Mal ist schon ein anderer zuvor gekommen, das bedeutet wieder: „No water, no Dusch.“ So muss ich, die neu getaufte „Jemand-iene“, mich halt mit einer Waschschüssel und anschließend mit dem 20 l-Wasserkanister und obendrein meinem eigenen Gewicht abschleppen. Wow, ist das eine Leistung! ...oder doch nicht? Die hier wohnenden Frauen verrichten dasselbe mehrmals täglich und tun dabei, als wenn sie nur einen Eimer voll Schaumstoff tragen würden.
Am Strand scheinen wir noch rechtzeitig eingetroffen zu sein, denn darauf weisen uns die zahlreichen allerschönsten Muscheln und Schneckengehäuse hin. Warum nicht mal kostenlose Souvenirs mitnehmen? Leider wird das mir doch etwas zu viel, trotz kräftigem, gemeinsamem Sammelns mit Robert und einem zuvorkommenden Strandverkäufer.
Aber der Stolz auf unseren großen Muschelsack hält nicht lange an. Ziehende Schmerzen im Kreuz holen mich, die alternde Oma, wieder zurück auf den Boden der Tatsachen und in eine eigentümlich gebeugte Stellung, also in das wohl verdiente Oma-Dasein.
So muss wohl später der Truthahn nicht weit von unserem Haus diese neue Körperhaltung für einen Gruß halten und blubbert zum Gegengruß munter drauf los, als wir wieder zurück kommen.
Doch vorerst wandern wir entlang am Strand, werden von anderen Straßenverkäufern eingeladen: zu Bootsfahrten, aber auch zu kräftigen Fischmahlzeiten. Mit Aussicht auf die Einladung ins Boko-Boko auf ein sättigendes Mahl schlagen wir die Einladungen allesamt aus mit der Begründung: „Sometime we eat the fish and sometime the fish eats us" („Manchmal essen wir den Fisch, manchmal isst der Fisch uns“), nachdem uns ein Fischverkäufer nur mit „Fish eating?"(„Essen Fisch?“) begrüßt hat.
Als Mittagessen bei Mrs. Rastlos im Boko-Boko gibt es ein Stückchen Melone und ein Schüsselchen Früchtesalat, sponsored by rastloses Früchtlein. Aufessen gibt es nicht, denn das Personal ist ebenfalls scharf auf diese schönen Happen und räumt die halb geleerten Schüsseln weg, bevor unsere Löffel wieder zurückkehren können ins fruchtige Paradies...
Es kommen zwei deutsche Pärchen ins „Früchtlein“- Lokal geschneit, allesamt aus unserem Flieger. Welch eine Wiedersehens-„Freude“!
Leider hält es die quirlige Frau Rastlos bei all den vielen Deutschen nicht lange aus, flattert aufgeregt im Restaurant herum, klärt ganz nebenbei auch ihre Geschichte mit einem fetten Steuerberater und einer nicht minder dicken Dame, welche angeblich Gelder veruntreut haben soll.
Auf einmal sind alle männlichen Besucher mit dem schmächtigen, aber aufgeweckten Früchtlein- Sohn beschäftigt, um ein Video mit Mr. Bean in Gang zu bekommen. Doch urplötzlich sind die beiden Pärchen wieder verschwunden und Robert muss sich allein ans begonnene Werk begeben, was dann auch mit einer gehörigen Portion von Ruhe endlich gelingt.
Damit aber nicht zu viel Ruhe einkehrt, nimmt uns Mrs. Rastlos gleich mit zum Shopping-Center, um E-Mails auf die übrige Menschheit loszulassen und ganz fix einige Einkäufe zu erledigen. Doch ihr dauert alles zu lang, soviel Zeit hat sie nicht. Deshalb muss sie halt die Zeit investieren, um einige Kilometer weiter in einem "viel, viel besseren und schnelleren" Internetcafé feststellen zu müssen: Da geht es auch nicht flotter. Sie lässt ihren unnötigen Ballast, also uns, da stehen, wo wir gerade sind und düst in unbestimmte Richtung davon. Wir können das schon verstehen, ähäm: Sie hat ja keine Zeit. So traben wir eben los, um irgendwann ein Matatu anzuhalten. Nach einigen Kilometern steigen wir ein, werden aber vom Fahrer eines besseren belehrt: "Ihr fahrt gerade in die falsche Richtung". Das heißt: Wieder zurück, wo wir gerade hergekommen sind. Der gutmütige Fahrer des Matatus holt uns auf seiner Rückfahrt wieder auf halbem Wege ein, packt uns abermals in seine Kiste und bringt uns bis zu der Kreuzung, bei der sich unsere Wege trennen. Kaum sind wir dort angekommen, nimmt uns ein „Schtaffbus" (Angestelltenbus) eine abermals beträchtliche Strecke mit. Wie auf Bestellung kommt ein eleganter Maasai des Weges. Es ist auch ein Robert. Der spricht sogar sehr gut Deutsch! So kommt eine Verabredung für morgen heraus - zum Schnupperlehrgang in der Maasai-Sprache. So hat eben jede schelchte Seite auch eine Kehrseite: Die gute.
Ohhh, welch eine nette Überraschung! Unser guter alter Freund Thomas ist wieder aus Westkenia zurück, jedoch mit einer nicht so erfreulichen Nachricht: Ein Bruder von ihm hat sich verabschiedet, ohne seine Angehörigen zuvor gefragt zu haben. Neue Sorgen für Thomas und Verwandtschaft: Gelder sammeln fürs Begräbnis, wo soll die Leiche begraben werden, jeder will sie in seinem Garten haben, um nicht weit zum Trauern laufen zu müssen.
Mittlerweile ist es schon stockfinster geworden, ohne dass wir es richtig geschnallt haben. Thomas gibt uns eine gelungene Überraschung: BBQ, auf Deutsch: "Barbie-Kju" (Grillabend) nebst Afrotanzvorstellung in seinem Lokal „Sundowner“.
Ja und da kommen sie auch gleich: Einige Maasai-Krieger mit zwei Kenianerinnen springen in wildem Galopp auf die provisorisch freigeräumte Fläche, genannt Bühne.
Sie schütteln ihre Leiber in unsäglichem Tempo, springen und jauchzen zum Takt der nicht enden wollenden Trommelsalven. Die ganze Zeit über fragen wir uns, sind das menschliche Maschinen oder doch Menschen, nur mit ungeheurer Energie und Tempo? Die müssen doch am anderen Tag nicht mehr…können!
Sonntags stehen alle Räder still. Aha, deshalb konnten sich diese Tänzer gestern Abend so verausgaben. Die sonst stets besetzte Dusche ist diesmal frei. Nur läuft auch kein Wasser. Es wurde abgeschaltet über Nacht.
Das heißt: warten, bis wieder die Lokalität besetzt ist. Dies gibt zumindest die Gewähr, dass das Wasser wieder läuft.
Als wir im Sundowner wenige Minuten vor 10 Uhr eintreffen, müssen wir feststellen, dass unser Maasai Robert pünktlicher ist als wir.
Er geht gleich zu unserem Lehrprogramm über.
Die ersten der 50 Lektionen des Tages:
"Kenia" von "Ich will",
"Nairobi" "kalt",
"Serengeti" "Großes Land ohne Menschen",
"Maasai Mara" "Land der Maasai",
"Amboseli" "ebene Steppe".
...Und schaut weiter, was es in der nächsten Folge zu erzählen gibt...
...An der Hauptstraße zurück zu unserem "Apartment" werden wir von den vielen Straßenverkäufern und Safarivermittlern in allen Ehren herzlichst begrüßt. Uns ist nicht klar, woher die alle uns schon so gut kennen... Das berührt uns aufs tiefste. Unsere ersten Bananen kosten deshalb auch gleich mehr als das Doppelte des Normalpreises.
Bei Sonnenuntergang nach 18 Uhr haben wir nichts weiter zu tun, außer schnellstens die Ruhestätte aufzusuchen und bis weit nach Sonnenaufgang die schönsten Abenteuer vorauszuträumen.
Am zweiten Tag in Kenia bekommen wir nach morgendlicher Stärkung auch gleich die ersten Dinge von fliegenden Verkäufern angedreht: zwei schöne Khangas, zu Deutsch Wickeltücher für Frauen um den Hintern. Denn damit können die Frauen noch besser mit ihrer Mimba (Unterleib) und obendrein mit dem Mathako wackeln, also dem Allerwertesten. Wir denken dabei an unsere Malawier, die erpicht auf kenianische Ware sind. Später aber stellen wir fest, es sind tansanische, genau solche, wie sie sie in Malawi auch schon haben.
Da kommt uns der Richard über den Weg, nimmt uns auch gleich mit zu einer gewissen Frau Superschlank, die in möglichst kurzer Zeit alles Hab und Gut verkaufen wolle, auch ihren Toyota-Geländewagen. Sieht ja echt stark aus! Allrad, extra dicke Reifen, sehr hoch gebaut, sogar gut für die Wüstenralley Paris-Dakar geeignet.
Ich darf schon mal Probe fahren, nur geht das Ding nicht an, weil die Batterie wie bei den meisten Afro- Autos nicht mehr will. Eine lange, dürre, majestätisch wirkende Dame mit gestrengem, eckigem Gesicht erscheint im Tor. Man gibt uns zu verstehen, es handele sich um Frau Superschlank. Sie ist in superleichte Gewänder gehüllt, die indischem Ursprungs zu sein scheinen. Jeglicher noch so kleiner Windstoß lässt all ihre feinen Körpertücher umherflattern. Das ist echt praktisch, denn so funktioniert die Gewandung der Lady wie ein Fächer in der Mittagshitze.
Irgendwie bringen etliche Männer die Karre in Gang, per Schiebung und Anlassen des Motors. Die Dame schwebt wieder lautlos zurück in ihre Gemächer.
Oh je, nun hinein in die Kiste und das große Ding da auch noch steuern! Will ich links blinken, gehen die Scheibenwischer an, autsch, kracks, quietsch. Auch die Handbremse ist nicht an ihrem gewohnten Platz zu finden. Es folgt ein endloses Gefinger an sämtlichen Knöpfen, Schaltern und Hebeln.
Dazu ist die Straße übersät mit allerfeinsten und gemeinsten Schlaglöchern. Manche Löcher eignen sich zum Kochen von einer feinen Straßensuppe für eine fünfzigklöpfige Familie. Obendrein herrscht Linksverkehr. Doch das stört viele Fahrer nicht, die Seite bei allzu unregelmäßigem Straßenbelag zu wechseln.
Trotz allen kleineren Ungemächern heil und glücklich angekommen, geben wir dem Richard zu verstehen, dass wir uns Bedenkzeit einräumen müssen. 24 Stunden maximal werden uns dafür zugestanden.
Schließlich sind die ohnehin schon heruntergehandelten 350.000 Schillinge kein Pappenstil, umgerechnet 3.600 €.
Ihre erlauchte Eminenz, Mrs. Superschlank, erscheint wieder wie aus dem Nichts und lädt uns noch für ein paar Minuten zu einer kleinen Unterhaltung ein und um ihre Villa nebst Drumherum bewundern zu lassen. Genauer gesagt umfasst ihre Villa ein Hauptgebäude in einem prunkvollen Mix aus altgriechischem Baustil und moderne Architektur, ein Nebengebäude für ihre Angestellten und einen kleinen Teesalon, nach den Seiten hin offen. Alles ist peinlichst sauber. Es scheint, als wenn die Angestellten nichts anderes tun als zu wienern, damit alles schön glänzt. Gut vorstellbar, dass man sich hier gehen lassen kann und nichts davon merkt, was außerhalb dieser wohl behüteten, blitzeblanken Mauern passiert…
Mit gemischten Gefühlen latschen wir schließlich zum etwa 6 km entfernten Einkaufscenter, um uns etwas Magenfüllendes zu kaufen. Alles ist bedenklich teuer, nur die Bananen erstehen wir im indischen Laden für den gängigen Preis.
Uns reizt es, einmal die schweizerische Betreiberin des Safari-Unternehmens kennen zu lernen, die gleich neben dem Einkaufscenter ihr Büro hat. Eine sehr zuvorkommende, schlicht bekleidete Europäerin empfängt uns. Alles läuft natürlich darauf hinaus, uns eine Safari zu verkaufen. So kostet ein Tag in die ca. 20 km entfernten Shimba-Hills schlappe 110 €, Sonderpreis, extra für uns, versteht sich. Tja, wir ziehen in Erwägung, einfach mal dorthin zu laufen, denn bis zu 50 km am Tag sind für einen Menschen machbar, erst recht für einen lauferprobten.
Aber wir bekommen auch einen entscheidenden Hinweis: "Wenn Ihr die Ex-Schwiegermutter der „Weißen Maasai“, also der Corinna, sehen wollt, dann braucht Ihr nicht erst 1000 km weit in nordwestliche Richtung nach Barsaloi über Nairobi und Maralal zu fahren, sondern könnt auch zu Fuß gleich mal nahe dem Papillon-Hotel hinunter zum Strand laufen. Manchmal trefft Ihr sie dort an..." Na, denn wollen wir mal einen Versuch starten, diese Frau zu finden. Doch glauben wir eher an einen Marketing-Gag für unbedarfte Touristen.
Also haben wir am heutigen Tage wieder was gespart: Die Fahrt nach Barsaloi im nordwestlichen Kenia. Trotz Sonderausgaben für Fanta, Cola& Co. sowie unsere „Fressalien“ im Einkaufscenter zu umgerechnet 21 €.
Folglich können wir uns auch noch etwas mehr leisten an zu Trinken und ein Matatu, in gepflegtem Deutsch: Quetschkiste alias Minibus, zu 30 Schillingen pro Person.
Bei Richard, dem Sohn von Thomas, gibt es Ugali (Maisbrei) mit Sukuma (gebratener Spinat) zu Abend. Den Samaki (Fisch) dazu kann man aber am besten vergessen. Wieder etwas gespart. Sieht fast so aus, als wären wir echte Geizkragen.
Ein flaues Gefühl der Entscheidung wegen der Toyota-Karre im Magen erschwert uns die Zeremonie des Erwachens am nächsten Morgen. Somit schleppen wir uns schweren Herzens zur erlauchten Dame. Doch die empfängt uns sehr kühl: "Auto schon verkauft, ihr habt euch gestern Abend ja nicht mehr gemeldet..." Bumm, aus der Traum vom der Protzkiste. So betrübt, wie wir sind, entweichen wir an den Strand. Die kühle Brise, der weiße, saubere Strand lässt uns alles andere vergessen.
Während Robert die Schönheit des weißen Strandes genießt, kommen bei mir Erinnerungen hoch, die doch gar nicht hierher passen:
Es war genau am 26.12.2004 an der Westküste Malaysias …
Mit meinem Asien-Reisepartner, Steffen, hielt ich mich gerade auf der Insel Pinang auf.
Vor etwa 10 Jahren wollte ich aussteigen und mir verschiedene Orte in der Welt unter dem Aspekt dauerhafter Ansiedlung ansehen. Dabei traf ich auf Steffen, der gleiches etliche Jahre zuvor getan hatte - im Amazonasdelta, in Brasilien.
An jenem Morgen in Pinang war ich etwas zu spät aufgestanden, als ich zum Bergwandern gehen wollte, meinem fast alltäglichen Fitness-Programm. Auf den Tag genau wäre meine Mutter 68 Jahre alt geworden. Also verlängerte ich meine morgendliche Kaffeezeit etwas. Plötzlich, was war das? Irgendwie wurde mir ganz schwindelig im Kopf. Ach neee, der Deckenwedel über mir wackelte auch. Oh! Draußen… die Nachbarantennen schüttelten sich ebenfalls! Nichts wie runter und weg vom Haus, das sowieso nicht gerade fest gebaut aussah. Ja, nun hatten wir es: ein Erdbeben.
Aber einige Tage oder Wochen vorher hatte ich mich gerade noch über tektonische Plattenverschiebung mit Robert per Mail unterhalten. Er hatte mich auch gewarnt vor Indonesien, weil dort mehrere Platten zusammenstoßen. Nur war ich ja gerade nicht in Indonesien. Wieso wackelte es auf malayischem Boden?
Das bedeutete somit: Wir sind ca. 900 km von Indonesien entfernt. Da dürfte normalerweise kein Erdbeben mehr zu spüren sein. Das hieß: wenn sich die seismischen Wellen bis hierher deutlich spürbar ausgebreitet hatten, war von einem sehr starken Beben in Indonesien auszugehen, möglicherweise auch von einem Seebeben.
Wenn selbst hier Erschütterungen zu spüren waren, durfte man wohl auch auf ein späteres Eintreffen einer Flutwelle warten. Genau das sagte ich den Angestellten des Gasthauses, die mich in jenem Moment als verrückt einstuften. Am Ende des Tages dachten sie das bestimmt nicht mehr.
Gegen 13 Uhr gingen wir dann los, um am nächsten Strandabschnitt zu sehen, ob eine Flutwelle einträfe. Kaum an der Strandpromenade von Pinang angekommen, da … war „es“, als weißer Strich am Horizont sichtbar. Mehrere Leute ringsum fotografierten „es“, wie es sich näherte. Plötzlich sahen wir an anderen Stränden, wie Wasserfontänen über die Bäume hinweg hochspritzten. Einige kleine, geankerte Boote kippten um. Bei uns waren ein paar Wasserspritzer bemerkbar, nichts weiter. Viele standen nun jenseits der Ufermauern herum, um die Boote mit ihrer Kehrseite nach oben zu fotografieren. War das schon die Flutwelle?
„Schneeell, da kommt was Graues von hintähn…!“, schrie mir Steffen zu. Ich nur: „Oh Gott…““ Nichts wie weg da! Ein graues, metallisch glänzendes Ungeheuer kämmte alles entlang der Ufermauern ab, in rasantem Tempo.
Ich rannte nur noch, was das Zeug hielt, achtete nicht mal auf den sonst regen Verkehr entlang der Uferstraße. Doch auf der anderen Straßenseite war Schluss, ein Zaun. Da platschte mir schon etwas Ekeliges um meine Füße.
Es war ringsum alles nur noch grau und stank bestialisch. Ratten, die noch lebten, krochen herum, tote kleinere Fische lagen überall über die Straße verstreut. Bei einer Ratte waren die Hinterläufe gebrochen. Das Tier robbte seinen Körper Stück für Stück von der Unglücksstelle weg, schleifte die Hinterläufe wie ein Bündel Reisig hinter sich her. Wie weit noch wird diese armselige Kreatur wohl gekommen sein? Kroch die Ratte nur ewiter, um schließlich von ihren „Kameraden“ erlöst und als deren Mittagessen im Magen der anderen verdaut zu werden?
Eine Frau rannte histerisch schreiend neben uns hin und her, suchte nach jemandem. Irgendwie war um uns herum fast keiner der vorher so zahlreichen Leute mehr. So ganz begriffen wir es nicht. Etwas war geschehen, aber was? Ich hatte rein gar nichts mehr wahrgenommen, nur dieses schreckliche graue Ding von einer Welle hinter uns – die Gefahr, der wir entrinnen mussten. In solchen auf Leben und Tod entscheidenden Situationen setzt der Verstand aus, man funktioniert nur noch.
Wir gingen ins benachbarte Einkaufscenter, um uns auf dem Klo die Füße nebst Schuhen zu schrubben. Die Schuhe waren verklebt wie von Zement. Bei einem Hare Krishna-Restaurant erzählten wir, was wir gerade erlebt hatten. Die konnten es nicht fassen. Einer der Hare-Krishna-Jünger fuhr gleich zu dem am Ufer gelegenen Häuslein der Religionsgemeinde, um nach dem Rechten zu schauen.
Als wir wieder in Ufernähe zurück gingen, um in die Innenstadt und ins Hotel zu gelangen, fanden wir das reinste Chaos am Strand vor. Search & Rescue- Truppen der Armee suchten den Strand nach weggespülten Leuten ab. Mehrere von denen, die noch fleißig neben uns am Strand fotografiert hatten, waren verschwunden. So hatte auch die Frau neben uns ihren Mann soeben verloren …
Ich ahnte zu jener Zeit noch nichts von den fatalen Ausmaßen des Tsunami. Meine Söhne wollten schon eine Vermisstenmeldung aufgeben, weil ich mich nicht gleich melden konnte. Ab sofort waren alle Leitungen blockiert, im Internet ging auch nichts mehr. Dieses Erlebnis ließ mich lange nicht mehr los. Oft wurde ich aus dem Schlaf gerissen, weil ich eine riesige Flutwelle alle Hochhäuser, die gesamte Insel verschlingen sah.
Der Neem-baum stammt wie die Moringa aus Indien und zählt zu den trockenresistenten Baumarten.
Neem ist bekannt für Tee und Zutat für Zahnpasta in Asien.
Die Blätter kann man trocknen und als Tee verwenden. Allerdings ist diese Medizin sehr bitter, umsomehr entfaltet sich die Wirkung.
Der Tee soll das Immunsystem stärken, gegen Entzündungen im Mund-und Rachenraum wirken und auch gegen Parodontose und Karies vorbeugen. Die kleinen Ästchen werden in Indien oft als Zahnbürsten-und Kaugummi-Ersatz genommen.
Ebenfalls soll der Tee angeblich gegen Malaria vorbeugen.
Der Baum wächst sehr schnell und breitet sein Geäst über weite Flächen aus und dient so als Sonnenschirm.
Wer hat weitere Erfahrungen gemacht?
Wir bitten um einen regen Erfahrungsaustausch bzw. Erfahrungsberichte.
Active Aid in Africa will all die uns damit einmal vorliegenden Informationen später für das Projekt in Malawi nutzen.
Moringa ist noch relativ wenigen Menschen ein Begriff, leider.
Doch sollte hier jeder, der Kenntnis davon besitzt, für mehr Aufklärung und Verbreitung von Moringa weltweit sorgen.
Es soll gegen über 200 Wehwehchen helfen.
Moringa stärkt das Immunsystem, senkt auch somit die Entzündungswerte im Blut, sorgt für einen Ausgleich bezüglich Cholesterinhaushalt usw.
Es wächst in wüstenähnlichem Klima am besten, stammt aus Indien, wo man von Meerrettichbaum oder auch Wunderbaum spricht.
Essbar sind die Blätter, Blüten und Samen. Zerstampft und in geringer Menge genommen, ergibt auch die Wurzel ein spezielles Heilmittel.
Die Samen der Moringa reinigen und desinfizieren zudem Wasser, sodass es trinkbar wird.
Das ist sehr bedeutungsvoll unter oft sehr widrigen Umständen in Entwicklungsländern.
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